
urgewald
Menschen- und Umweltrechte schützen
Ohne Geld kein Atomkraftwerk, kein Staudamm, keine Mine, keine Pipeline, keine Waffen. Diesen Zusammenhang sichtbar zu machen, ist die Mission der Organisation Urgewald. Denn wer will schon mit dem eigenen Geld Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung finanzieren?
Seit 1992 folgt Urgewald der Spur des Geldes und spürt auf, welche Unternehmen, Investoren und Banken hinter zerstörerischen Vorhaben stehen. Aus dem kleinen Verein ist eine schlagkräftige Organisation mit einer großen Research-Abteilung geworden. Ihre Arbeit finanziert Urgewald u.a. über Spenden von zahlreichen privaten unterstützer*innen, öffentliche Mittel und Fördergelder verschiedener Stiftungen.
„Aktuell ist unsere größte Herausforderung, neue Kohle-, Öl- und Gasvorhaben zu verhindern“, sagt Agnes Dieckmann, bei Urgewald verantwortlich für Transformationskampagnen. „Dafür braucht es Fakten.“ Diese sammelt das Research-Team. Das gesammelte Wissen stellt Urgewald allen, die es brauchen, kostenlos zur Verfügung.
Vertriebenen Kleinbäuer*innen, Klima- und Umweltaktivist*innen und der Natur verleiht die Organisation mit Kampagnen eine laute und häufig wirksame Stimme. Zu ihren größten Erfolgen zählt der Ausstieg des norwegischen Staatsfonds aus fossilen Energien und der Ausstieg von Allianz und Axa aus der Versicherung von Kohlegeschäften. Dabei hat urgewald nicht nur große Investoren im Blick.
Regelmäßig ruft die Organisation zum Bankwechsel auf. Agnes Dieckmann spricht konkret die Geldanleger*innen an: „Wir alle entscheiden, was mit unserem Geld geschieht. Wir können uns fragen: Was will ich auf keinen Fall finanzieren und wo kann ich Positives bewirken? Das liegt in unserer Hand, denn es gibt gute, zukunftsweisende Alternativen.“
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Protest gegen Kohle-Versicherungsgeschäfte der Munich Re vor dem InterContinental Hotel in Berlin, 9.7.2018. Quelle: Greg McNevin / Europe Beyond Coal